OECD-Experte empfiehlt Umverteilung bei Familientransfers

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20.03.2026 13.35Online seit heute, 13.35 UhrUm das Budgetdefizit und die hohe Schuldenquote in den Griff zu bekommen, empfehlen OECD-Experten unter anderem eine Kürzung der Familienleistungen (Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag, Kinderbetreuungsgeld und Familienbonus) für wohlhabendere Haushalte.Derzeit sehr ähnlich verteiltDiese sollten stärker auf einkommensschwache Haushalte ausgerichtet werden, sagte der Österreich-Experte der OECD, Falilou Fall, heute bei einer Expertendiskussion zum OECD-Länderbericht an der Universität Wien. Familien im untersten Einkommensdezil erhielten derzeit im Durchschnitt 7.691 Euro pro Jahr, jene im obersten Dezil 8.078 Euro.Würden die Transferleistungen für einkommensschwache Familien erhöht und gleichzeitig für Familien mit hohen Einkommen gekürzt, würde das laut OECD die Gesamtarmutsquote um rund zwei Prozentpunkte senken. Die Armut unter Kindern würde um 6,4 Prozentpunkte zurückgehen.Vermögenssteuern, höheres PensionsantrittsalterDa durch eine Kürzung der Grenzsteuersatz steigen würde, sollte die Reform mit einer umfassenderen Steuerreform einhergehen. Bei einer solchen plädierte er für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie geringere Steuern auf Löhne und höhere Steuern auf Vermögen.Weiters empfahl er Einsparungen im öffentlichen Dienst und eine Anpassung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters an die Lebenserwartung. Subventionen für fossile Energieträger sollten gesenkt und Steuern auf fossile Treibstoffe erhöht werden. Fall ist zudem für mehr Steuerhoheit für die Gemeinden und höhere Ausgaben für Kinderbetreuung.