Zahl der Meningitis-Fälle in England steigt

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20.03.2026 15.37Online seit heute, 15.37 UhrDie britischen Behörden haben weiterhin mit einem Meningitis-Ausbruch in Südengland zu kämpfen. Heute meldete die Gesundheitsbehörde UKHSA erneut mehr Fälle der Meningokokken-Untergruppe B: Es wurden 13 Erkrankungsfälle bestätigt, am Vortag waren es neun gewesen.Insgesamt wurden 18 Meningokokken-Infektionen festgestellt, dazu kommen elf Verdachtsfälle. In den vergangenen Tagen waren in der Region zwei junge Menschen an Meningitis gestorben – eine 18 Jahre alte Schülerin und ein an der University of Kent studierender junger Mensch. Auch in Frankreich wird ein aus Kent zurückgekehrter Mann in einem Spital behandelt.Die Behörden reagierten mit der Ausgabe von Antibiotika an junge Leute, die mit dem Meningitis-Erreger in Kontakt gekommen sein könnten. Zudem wurde ein Impfprogramm aufgesetzt, das sich auf die Universität in Kent mit rund 18.000 Studierenden konzentrierte.Vor den Impfstellen bildeten sich auch heute lange Warteschlangen. Wie die Behörde mitteilte, wurden bisher 2.360 Impfungen durchgeführt und über 9.000 Antibiotikadosen verabreicht.Angesichts der bevorstehenden Osterferien befürchten Gesundheitsexperten, dass Infektionsherde auch außerhalb des Landkreises auftreten. Dann nämlich, wenn Studierende, die sich unwissentlich infiziert hätten, Kent verlassen und nach Hause zurückkehren. Das könnte zu einer Ausbreitung im ganzen Land führen, schrieb die Zeitung „Telegraph“ heute.