Tusk wirft Ungarn Informationsweitergabe an Moskau vor

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22.03.2026 16.30Online seit heute, 16.30 UhrPolens Ministerpräsident Donald Tusk hat Ungarn vorgeworfen, Russland zeitnah über Absprachen auf EU-Gipfeln zu informieren. „Dass Orbans Leute Moskau bis ins kleinste Details über die EU-Gipfeltreffen informieren, dürfte niemanden überraschen“, schrieb der proeuropäische Regierungschef heute auf X mit Blick auf den ungarischen Regierungschef.„Wir hatten diesen Verdacht schon lange“, schrieb Tusk weiter und erklärte damit auch seine zurückhaltende Haltung auf EU-Gipfeln: „Das ist einer der Gründe, warum ich nur dann das Wort ergreife, wenn es unbedingt nötig ist, und nur so viel sage, wie unbedingt nötig ist.“Szijjarto: „Falschmeldungen“Zuvor hatte die „Washington Post“ berichtet, Ungarns Außenminister Peter Szijjarto solle mehrfach aus EU-Außenministertreffen heraus mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow telefoniert und ihn über die Beratungen informiert haben. Szijjarto selbst sprach auf X von „Falschmeldungen“.Orban, der als Putin- und Trump-nah gilt, hatte am Donnerstag auf dem EU-Gipfel verhindert, dass ein 90-Milliarden-Euro-Kredit der EU an die Ukraine ausgezahlt werden konnte. Er zog damit deutliche Kritik der EU-Staats- und Regierungschefs auf sich. Auch Kanzler Friedrich Merz warf ihm „grobe Illoyalität“ vor, weil Orban im Dezember einen EU-Beschluss mitgetragen hatte.Ungarn wählt im AprilIm April finden in Ungarn Parlamentswahlen statt. In Umfragen liegt die Opposition vorne. US-Vizepräsident JD Vance will im Wahlkampf deshalb nach Budapest reisen, um sich für Orbans Wiederwahl einzusetzen. Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski kritisierte auf X, dass der nationalkonservative polnische Präsident Karol Nawrocki zur Unterstützung Orbans in die ungarische Hauptstadt reisen wolle.Orban habe Ungarn durch „Nationalismus und Diebstahl“ zum ärmsten EU-Land gemacht. Ungarns Außenminister Szijjarto wiederum warf Sikorski vor, er wolle die oppositionelle TISZA-Partei unterstützen. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.