Bundesheer arbeitet an seiner CO2-Bilanz

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22.03.2026 09.27Online seit heute, 9.27 UhrDas Bundesheer hat seine laufende Klimabilanz laut Verteidigungsministerium deutlich verbessern können. Durch die Umstellung auf 100 Prozent zertifizierten Ökostrom sei der CO2-Ausstoß im Infrastrukturbetrieb von rund 22.550 auf etwa 1.440 Tonnen pro Jahr gesenkt worden, was einem Rückgang von über 90 Prozent entspricht, teilte das Ministerium heute in einer Presseaussendung mit.Durch den Einsatz „vollständig erneuerbar erzeugten Stroms aus Österreich“ werde die Heeresinfrastruktur klimafreundlicher betrieben. In den kommenden Jahren will das Heer außerdem verstärkt nachhaltige Fernwärme nutzen und eigene Energieanlagen auf Basis erneuerbarer Quellen ausbauen, hieß es. Ein Schwerpunkt soll dabei auf Biomasse aus eigenen Beständen gelegt werden.Biomasse, Wasserkraft und PhotovoltaikSo werden beispielsweise das Munitionslager Stadl-Paura (Oberösterreich) sowie Gebäude auf dem Truppenübungsplatz Seetaler Alpe (Steiermark) mit Holz aus dem Heeresforst beheizt. Für die Benedek Kaserne in Bruckneudorf (Burgenland) ist der Bau eines Biomasseheizwerks geplant, das mit Holz aus dem Truppenübungsplatz Bruckneudorf gespeist werden soll.In puncto Stromversorgung deckt etwa auf dem Truppenübungsplatz Lizum/Walchen (Tirol) ein eigenes Wasserkraftwerk den gesamten Strombedarf der Liegenschaft. Zusätzlich werden Photovoltaikanlagen betrieben, die mehr als 800.000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr erzeugen.Auch die 2025 neu errichteten Unterkunfts- und Wirtschaftsgebäude der Theresianischen Militärakademie (MilAk) in Wiener Neustadt wurden mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Auf dem Dach des Unterkunftsgebäudes entstand eine Photovoltaikanlage mit mehr als 2.000 Quadratmetern Fläche.Tanner unterstreicht FortschritteVerteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) lobte die „konkreten Fortschritte“ beim Klimaschutz. „Durch den Einsatz von Ökostrom und den Ausbau erneuerbarer Energiequellen machen wir unsere Infrastruktur Schritt für Schritt nachhaltiger.“ Gleichzeitig werde damit die Versorgungssicherheit der Standorte gestärkt und in eine „zukunftsfähige Landesverteidigung“ investiert, betonte Tanner.