22.03.2026 09.11Online seit heute, 9.11 UhrIn zahlreichen französischen Großstädten findet heute die zweite und entscheidende Runde der Kommunalwahlen statt. In Metropolen wie Paris, Marseille und Lyon wird darüber entschieden, wer künftig das Rathaus führen wird – und der Wahlausgang ist dabei noch sehr offen. Ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl gilt das Votum begrenzt auch als Stimmungstest.Insgesamt wird in mehr als 1.500 französischen Gemeinden gewählt. In den übrigen mehr als 33.000 zumeist kleineren Gemeinden stand bereits nach der ersten Wahlrunde letzten Sonntag ein Sieger fest. Abgestimmt wird nun noch dort, wo keine Partei bzw. Liste eine absolute Mehrheit erreicht hat. Antreten dürfen in der zweiten Runde all jene Listen, die mehr als zehn Prozent der Stimmen erhalten haben.Bei den Kommunalwahlen stimmen die Franzosen nicht direkt für einen Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin ab. Sie wählen die Mitglieder des künftigen Rathauses, die dann ihren Chef oder ihre Chefin wählen.In der Hauptstadt Paris könnte es nach 25 Jahren sozialistischer Regierung einen Machtwechsel geben. Zwar war der Kandidat von Sozialisten, Grünen und Kommunisten, Emmanuel Gregoire, in der ersten Runde deutlich vorne gelandet. Mitte-Kandidat Jean-Yves Bournazel schloss sich dann aber der Liste der Konservativen Rachida Dati an und die Rechtsextreme Sarah Knafo zog ihre Kandidatur zugunsten Datis zurück. Mit der Linken Sophia Chikirou hat Gregoire außerdem eine Gegenkandidatin im eigenen Wählermilieu. Umfragen sagen einen knappen Ausgang voraus.Auch in Frankreichs zweitgrößter Stadt Marseille ist noch nicht absehbar, ob der Kandidat des linken Lagers, Benoit Payan, Bürgermeister bleiben kann oder der Rechtsnationale Franck Allisio vom Rassemblement National gewinnt.Ebenfalls sehr umkämpft ist das ostfranzösische Lyon. Der bisherige grüne Bürgermeister Gregory Doucet landete in der ersten Runde quasi Kopf an Kopf mit dem Fußballmanager Jean-Michel Aulas, der für die Konservativen und Mitte-Kräfte ins Rennen ging. Nun hat er sich mit seiner linken Konkurrentin Anais Belouassa-Cherifi zusammengeschlossen, um Aulas auszustechen. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.