WHO meldet 64 Tote nach Angriff auf Krankenhaus im Sudan

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22.03.2026 08.48Online seit heute, 8.48 UhrBei einem Angriff auf ein Krankenhaus im Sudan sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 64 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern befänden sich 13 Kinder, teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus gestern im Onlinedienst X mit.Bei dem Angriff am Freitag mit „schweren Waffen“ auf das Lehrkrankenhaus in al-Daein in dem westlichen Bundesstaat Ostdarfur wurden der WHO und Tedros zufolge außerdem 89 Menschen verletzt. Aufgrund der „schweren Schäden“ sei das Krankenhaus nun nicht mehr funktionsfähig. Das habe zu einer „kritischen Unterbrechung wesentlicher medizinischer Dienste“ geführt.Armee soll hinter Angriff stehenHinter dem Angriff soll die sudanesische Armee stehen. Al-Daein, die Hauptstadt des von der Miliz Rapid Support Forces (RSF) kontrollierten Bundesstaats Ostdarfur, wird immer wieder von ihr angegriffen. Zuletzt hatte ein Angriff auf den Markt der Stadt einen Brand verursacht.Die sudanesische Armee erklärte später, dass sie sich an internationale Regeln und Gesetze halte. In einer von der staatlichen Nachrichtenagentur Suna verbreiteten Erklärung fügte die Armee in Anspielung auf die RSF hinzu, dass „Angriffe auf Dienstleistungs- und Gesundheitseinrichtungen eine gängige Praxis und tägliche Aktivität dieser terroristischen Miliz“ seien.Erbitterter MachtkampfIm Sudan liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo einen erbitterten Machtkampf. Die Kämpfe halten seit April 2023 an und haben sich in den vergangenen Monaten intensiviert. Der Konflikt hat zu einer der schlimmsten humanitären Krisen weltweit geführt. Bemühungen um eine Waffenruhe blieben bisher erfolglos.