Weniger Firmenpleiten zu Jahresanfang

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18.03.2026 09.12Online seit heute, 9.12 UhrDie Zahl der Firmeninsolvenzen ist zu Jahresanfang zurückgegangen und mit hochgerechnet 1.687 Anmeldungen im ersten Quartal im Periodenvergleich um sechs Prozent gesunken. Die vorläufigen Passiva liegen mit rund zwei Milliarden Euro um gut 23 Prozent unter dem Vergleichswert von 2025, teilte der Kreditschutzverband KSV1870 heute mit.Ohne die mit Abstand passivastärkste Insolvenz heuer – jene der Laura Privatstiftung aus dem gefallenen Signa-Imperium mit einer Milliarde Euro – wäre der Einbruch noch viel deutlicher. Wie sich das Jahr entwickeln wird, sei derzeit schwer abschätzbar, so der KSV1870 weiter.Insgesamt bleibe das Niveau aber hoch, von einer Trendumkehr wollte KSV-Insolvenzrechtler Karl-Heinz Götze auf Basis des bisherigen Entwicklung nicht sprechen, dafür sei es zu früh.Die Anmeldungen sanken insgesamt um sechs Prozent. Die Zahl der mangels Masse nicht eröffneten Fälle stieg um fast fünf Prozent, während die Zahl der eröffneten Verfahren um zwölf Prozent zurückging. 41 Prozent der Anmeldungen wurden nicht eröffnet.Nach Branchen gab es die meisten Insolvenzen heuer bisher im Handel und Baugewerbe. Dahinter folgt die Gastronomie, wo sich die Lage laut KSV verschärft.Bei den Privatinsolvenzen wurden hochgerechnet im ersten Vierteljahr in Österreich 2.150 eröffnete Schuldenregulierungsverfahren gezählt. Das entspricht einem Rückgang auf rund 24 Fälle pro Tag oder gut fünf Prozent im Periodenvergleich.