Deutschkurse für Flüchtlinge werden umgestaltet

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19.03.2026 11.32Online seit heute, 11.32 UhrDie Deutschkurse für Flüchtlinge werden reformiert. Ab April werden neben dem Präsenzunterricht verpflichtende Selbstlernzeiten eingeführt.In den Kursen soll der Fokus auf praktischen Sprachgebrauch verstärkt werden. Ab dem Sprachniveau B1 sollen auch regionale Dialekte gelehrt werden. Flexiblere Kurszeiten und Kinderbetreuungsangebote sollen die Teilnahme erleichtern.Damit werde das Prozedere „verbindlicher, alltagstauglicher und wirksamer“, sagte heute Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) bei der Präsentation der neuen Deutschkurse des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) für Asylwerberinnen und -werber mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit, Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte sowie Vertriebene.Wer Fortschritte machen wolle, müsse auch daheim lernen, so Bauer. Daher soll eigenständiges Lernen verstärkt gefördert werden. Die neuen Selbstlernzeiten fließen auch in die Leistungsbeurteilung ein.Die Erledigung der Hausübungen soll transparent dokumentiert werden, bei mangelnder Mitarbeit drohen Sanktionen bis zu einem Kursausschluss. Weil nicht alle Flüchtlinge zu Hause gute Lernvoraussetzungen haben, sollen Selbstlernräume zur Verfügung gestellt werden, sagte Carla Pirker, Leiterin der ÖIF-Deutschkursförderung.Um das selbstständige Lernen zu ermöglichen, sollen zudem digitale Grundkompetenzen in den Kursen aller Niveaus vermittelt werden. Zudem will der ÖIF das Kursangebot am Abend und an den Randzeiten ausbauen, um Berufstätigen eine Teilnahme zu ermöglichen, sowie Onlineangebote ausweiten.