18.03.2026 18.47Online seit heute, 18.47 UhrDer US-Geheimdienst geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die iranische Regierung weiter arbeitsfähig ist. „Das Regime im Iran scheint intakt zu sein“, sagte Tulsi Gabbard, Direktorin für nationale Nachrichtendienste, am Beginn ihrer jährlichen Anhörung vor einem Senatsausschuss.Das Regime sei zwar weitgehend geschwächt. Dennoch sei der Iran weiter in der Lage, Interessen der USA und ihrer Verbündeten im Nahen Osten anzugreifen – und tue das auch. „Sollte ein feindliches Regime überleben, wird es in den kommenden Jahren versuchen, seine Raketen- und Drohnenkapazitäten wieder aufzubauen“, so Gabbard.Eine aktuelle US-Geheimdienstanalyse stellt laut AFP unterdessen die Begründung von US-Präsident Donald Trump für den Iran-Krieg infrage. Der Iran habe seine Nuklearanlagen seit den vernichtenden US-israelischen Luftangriffen im Juni 2025 nicht wieder aufgebaut. Trump hatte den Krieg unter anderem damit begründet, Teheran stehe kurz vor dem Bau von Atomwaffen und könne damit „bald“ sogar die USA angreifen.Durch den US-israelischen Einsatz „Mitternachtshammer“ im Juni sei das Atomanreicherungsprogramm des Iran „vernichtet“ worden, bekräftigte Gabbard in ihrer schriftlichen Erklärung vor einer Anhörung im Geheimdienstausschuss des Senats. „Seitdem hat es keinerlei Bemühungen gegeben, die Anreicherungskapazitäten wieder aufzubauen“, heißt es darin unter Berufung auf Erkenntnisse der Geheimdienste.Gabbard erwähnte die in ihrer schriftlichen Erklärung dargelegten Geheimdiensterkenntnisse zum iranischen Atomprogramm in ihrer mündlichen Aussage vor dem Ausschuss nicht. Auf Nachfrage eines demokratischen Senators sagte sie, dafür habe sie nicht genug Zeit gehabt.