19.03.2026 06.26Online seit heute, 6.26 UhrDie Begutachtungspraxis der Pensionsversicherungsanstalt (PVA), des Sozialministeriumsservices und auch bei Gerichtssachverständigen sorgt weiter für Kritik. Auch der Österreichische Behindertenverband KOBV sieht Reformbedarf, wie KOBV Österreich-Generalsekretärin Regina Baumgartl nun gegenüber der APA erklärte.Forderungen nach einer eigenständigen, von der PVA losgelösten Begutachtungsstelle teile man zur Gänze. Gefordert wird u.a. auch eine barrierefreie Begutachtung.Studie: Missstände bei BegutachtungenIn den vergangenen Tagen hatten zahlreiche Organisationen breite Kritik an den Begutachtungen geäußert, nachdem eine im Auftrag der Arbeiterkammer Oberösterreich erstellte Studie zahlreiche Missstände bei PVA-Begutachtungen aufgezeigt hatte.Laut der in der Vorwoche veröffentlichten Erhebung des „Foresight“-Instituts gaben 70 Prozent der befragten Antragstellenden für Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension bei der PVA an, die Untersuchungen als „wenig“ oder „gar nicht“ respektvoll empfunden zu haben; 42 Prozent sahen das bei deren Begutachtung zum Pflegegeld so.Studienergebnisse „nicht überraschend“„Leider sind die Studienergebnisse für uns als Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen nicht überraschend“, erklärte Baumgartl in einem Statement zur APA. Man wisse von vielen der KOBV-Mitglieder, die von den Sozialrechtsabteilungen der Landesverbände beraten und vertreten werden, welche Probleme es im Begutachtungsprozess gibt. Der Faktor, der über allem steht, sei die fehlende Zeit.