Nach Tod von zwei Anarchisten Razzien in ganz Italien

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22.03.2026 10.10Online seit heute, 10.10 UhrNachdem zwei italienische Anarchisten, der 53-jährige Alessandro Mercogliano und die 36-jährige Sara Ardizzone, bei einer Explosion in einem verlassenen Gebäude in einem Park in Rom ums Leben gekommen sind, nimmt die italienische Justiz ihr gesamtes Umfeld ins Visier.Laut Ermittlern planten die beiden ums Leben Gekommenen einen Anschlag. Durchsuchungen wurden in mehreren Städten Italiens durchgeführt.Anschlagspläne vermutetDie beiden Leichen wurden am Freitag in einem Park im Süden der Hauptstadt Rom entdeckt. Durch die Explosion, die sich vermutlich am Donnerstagabend ereignete, wurde das Gebäude im Park der Aquädukte (Parco degli Acquedotti) schwer beschädigt. Spekuliert wird, dass die beiden beim Versuch starben, eine Bombe zu bauen. Der Staatsschutz ermittelt.Die Behörden prüfen mögliche Anschlagsziele der Anarchisten. Außerdem wird untersucht, woher der verwendete Sprengstoff stammte und ob weitere Personen in die mutmaßlichen Planungen eines Anschlags eingebunden waren. Der Sprengsatz soll aus Düngemittel und einem Zünder bestanden haben. Die Polizei in Rom durchsuchte die Wohnungen von fünf Personen aus der anarchistischen Szene.Anti-Terror-Komitee tagteIm Innenministerium kam unter Vorsitz von Ressortchef Matteo Piantedosi das nationale Anti-Terror-Komitee zusammen. An der Sitzung nahmen Vertreter von Polizei und Geheimdiensten teil. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte das Ziel ein Ort im Umfeld des Parks gewesen sein. Als mögliche Ziele im Südosten der Hauptstadt werden unter anderem ein wichtiger Bahnknotenpunkt, ein Polizeikomplex sowie eine Kaserne der Carabinieri genannt.Die Sicherheitsbehörden bewerten die Lage als äußerst angespannt. In einem aktuellen Jahresbericht der Geheimdienste wird die anarchistische Szene als eine der größten Bedrohungen für das Land eingestuft.