20.03.2026 07.12Online seit heute, 7.12 UhrDer Krieg in Nahost und die damit verbundenen Verwerfungen an den Energiemärkten dürften sich demnächst auch in den Lebensmittelpreisen niederschlagen. „Nach bisherigen Erfahrungen dauert das nicht lange“, sagte WIFO-Agrarökonom Franz Sinabell in einem heute von der APA publizierten Interview.Grund sind laut Sinabell höhere Erzeugungs- und Transportkosten, außerdem steigen die Preise für Düngemittel. Teurer könnten insbesondere Grundnahrungsmittel wie Brot oder Butter werden, erwartet der Experte.Meist wird Energie insgesamt teurer„Teurere Energieträger stehen generell in Verbindung mit Preisanstiegen von Agrargütern“, so Sinabell. „Wenn Preise für manche Energieträger steigen, ist es so, dass in der Regel die Energie insgesamt teurer wird, weil die verschiedenen Träger substituiert werden können. Das heißt, wenn Rohöl teurer wird, wird beispielsweise auch Gas teurer.“„Und weil aus Getreide wie Weizen oder auch Raps nicht nur Nahrungsmittel erzeugt, sondern auch Energieträger wie Treibstoffe produziert werden, besteht hier eine Wechselwirkung“, erklärte der Fachmann. Und: „Wir brauchen Energieträger wie Diesel auch, um Agrargüter herzustellen.“Darüber hinaus wird auch der Stickstoffdünger, dessen Erzeugung maßgeblich auf Erdgas basiert, teurer und knapper, da ein Großteil der Weltproduktion im Nahen Osten stattfindet.Ausmaß nicht absehbarWie stark die Preise steigen könnten, ist für Sinabell nicht absehbar. Die Erfahrung zeige jedenfalls, dass Preissteigerungen vor allem bei Öl, Mehl, Butter und in weiterer Folge auch Milchprodukten zu befürchten seien. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.