Russische Wirtschaft schwächelt

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20.03.2026 12.46Online seit heute, 12.46 UhrDie russische Zentralbank reagiert auf die Schwäche der Wirtschaft des Landes mit einer Senkung der Leitzinsen von 15,5 auf 15 Prozent. „Aktuelle Daten und Konjunkturumfragen deuten auf ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum zu Beginn des Jahres 2026 hin“, erklärte die Notenbank heute. „Die Verbrauchernachfrage hat sich nach ihrem starken Anstieg Ende 2025 abgekühlt.“Die russische Wirtschaft hat enorm von den hohen Militärausgaben im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg profitiert. Die sehr hohen Zinsen lasteten jedoch auf den Unternehmen, insbesondere auf solchen ohne Bezug zum Rüstungssektor. Mittlerweile hat sich die Wirtschaft auch deutlich abgekühlt. 2025 betrug das Wachstum nur noch rund ein Prozent nach 4,3 Prozent im Jahr 2024.Zugleich erhöhten die Militärausgaben das Budgetdefizit sehr stark. Im vergangenen Jahr stiegen die russischen Militärausgaben erneut um rund drei Prozent. Laut einer Schätzung des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstituts (SIPRI) entspricht das rund sieben Prozent der Wirtschaftsleistung.Zugleich sanken die russischen Einnahmen aus Öl- und Gasexporten wegen internationaler Sanktionen, Preisrückgängen auf dem Weltmarkt und ukrainischer Angriffe auf Energieinfrastruktur auf den tiefsten Stand seit 2020. Aktuell profitiert Russland jedoch vom Anstieg der Ölpreise seit Beginn des Iran-Krieges. Zudem haben die USA vor dem Hintergrund steigender Preise die Sanktionen gegen russisches Öl gelockert.