Du bist nur in der Statistik arm, weil du nichts besitzt

Wait 5 sec.

Ganz ehrlich, ich kann dieses dumme Gelaber nicht mehr hören. Sobald irgendwo steht, dass Deutsche im EU-Vergleich eines der niedrigsten Vermögen haben, dauert es keine 5 Minuten, bis irgendein Besserwisser um die Ecke kommt und meint: „Ja aber das liegt doch nur daran, dass wir weniger Wohneigentum haben und dafür bessere Rentenansprüche 🤓“ JA GENAU. DAS. IST. DOCH. DAS. PROBLEM. Wie kann man das ernsthaft als Entwarnung verkaufen? „Keine Sorge, ihr seid nicht arm, ihr habt einfach keine Häuser und müsst auf eine unsichere Rente hoffen.“ Achso, na dann ist ja alles gut Andere Länder kriegen es doch auch hin: höhere Eigentumsquoten UND teilweise bessere Rentensysteme. Aber hier wird so getan, als wäre es ein Naturgesetz, dass man sich entweder Eigentum leisten kann ODER halbwegs vernünftig abgesichert ist. Realität in Deutschland: Eigentum? Für viele komplett unerreichbar. Mieten? Explodieren fröhlich weiter. Rente? Ein großes „hoffentlich reicht’s irgendwie“. Und dann wird dir das noch als Feature verkauft, nicht als strukturelles Versagen. Diese Argumentation ist einfach Peak Copium. Statt zu sagen: „Ja, stimmt, da läuft was schief“, wird sich alles so hingedreht, bis es irgendwie nach Vorteil klingt. Nein, es ist kein Vorteil, wenn man nichts besitzt. Nein, es ist kein Vorteil, wenn man komplett vom System abhängig ist. Und nein, es ist auch kein Trost, wenn andere Länder zeigen, dass es offensichtlich besser geht. Aber klar, redet euch ruhig weiter ein, dass wir eigentlich super dastehen. Vielleicht kann ich mir davon ja irgendwann eine Wohnung kaufen.   submitted by   /u/aswertz   to   r/luftablassen [link]   [comments]