04.04.2026 07.31Online seit heute, 7.31 UhrBeim weltweiten Schutz der Ozeane sieht das UNO-Umweltprogramm (UNEP) einen wichtigen Meilenstein erreicht: Mittlerweile seien zehn Prozent der Ozeane als geschützte Gebiete ausgewiesen, teilte die Organisation diese Woche in Nairobi mit.Allerdings ist die Weltgemeinschaft damit noch weit entfernt von dem Ziel, bis zum Jahr 2030 insgesamt 30 Prozent der Ozeane unter Schutz zu stellen. Dafür fehle rein rechnerisch noch ein Gebiet etwa von der Größe des Indischen Ozeans, schrieb UNEP. Zudem war ursprünglich geplant, die Zielmarke von zehn Prozent geschützter Gebiete bereits 2020 zu erreichen.Einem UNO-Bericht von 2025 zufolge wurden in den vergangenen Jahren insbesondere beim Meeresschutz wichtige Fortschritte erzielt. Allerdings betrafen die meisten Maßnahmen nationale Gewässer der Mitgliedstaaten. Eine Herausforderung bleibt demnach der Schutz der internationalen Gewässer auf hoher See, die mit einem Anteil von mehr als 60 Prozent den größten Teil der Weltmeere ausmachen. Doch nur 1,6 Prozent dieses Gebiets sind dem UNO-Bericht zufolge als Schutzgebiete ausgewiesen.Ein weiteres Problem: Viele Meeresschutzgebiete werden nicht „aktiv verwaltet“ – das heißt, es gibt keine Kontrolle, ob Schutzbestimmungen eingehalten werden, oder keine Patrouillen wie in Naturschutzgebieten an Land.