Babymilchskandal: EU führt schärfere Kontrollen ein

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25.02.2026 11.40Online seit heute, 11.40 UhrNach dem Skandal um verunreinigte Babymilchprodukte führt die EU morgen schärfere Kontrollen für einen Inhaltsstoff aus China ein. Arachidonsäureöl aus China darf nur noch in die EU importiert werden, wenn es im Labor auf den Giftstoff Cereulid getestet wurde, wie aus einer heute im EU-Amtsblatt veröffentlichten Entscheidung hervorgeht.Die Zollbehörden sollen die Hälfte aller Lieferungen beim Import auf das Laborzertifikat kontrollieren. Mehrere Hersteller, darunter europäische Großkonzerne wie Nestle, Danone und Lactalis, riefen seit Dezember in mehr als 60 Ländern Säuglingsnahrung zurück.Vier Vergiftungsfälle in ÖsterreichGrund war die mögliche Verunreinigung der Produkte mit dem Giftstoff Cereulid, der Durchfall und Erbrechen verursachen kann. In sieben europäischen Ländern wurden Fälle von erkrankten Kleinkindern berichtet. In Österreich erlitten mindestens vier Kinder eine Vergiftung, ein betroffenes Baby musste im Spital betreut werden.Spur führt nach ChinaDie Spur führt nach Angaben der EU-Behörden nach China. Cereulid wurde ihren Angaben zufolge erstmals im Dezember in Chargen von Präparaten nachgewiesen, die Arachidonsäureöl aus China enthielten.Arachidonsäure ist ein für Säuglinge wichtiger Nährstoff, der auch in Muttermilch enthalten ist. Der Giftstoff Cereulid kann entstehen, wenn Babynahrung oder die Zutaten zu lange warm gehalten oder wiederholt aufgewärmt werden.