25.02.2026 17.34Online seit heute, 17.34 UhrDie Grünen haben mit einem „Dringlichen Antrag“ im Nationalrat heute eine Erbschaftssteuer gefordert. Jene, die am meisten besitzen, würden kaum etwas beitragen, ortete Parteichefin Leonore Gewessler eine „gewaltige Schieflage“.Das reichste Prozent der Haushalte besitze mehr als 40 Prozent des Nettovermögens, sagte Gewessler. Nicht einmal ein Prozent der Erben und Erbinnen würden laut dem Antrag von der Erbschaftssteuer betroffen sein. Die Grünen haben zuvor gefordert, Erbschaften ab einer Million Euro zu besteuern; bzw. 1,5, wenn die Immobilie selbst genutzt wird. Einnehmen könne man damit 1,5 bis zwei Milliarden Euro im Jahr.Marterbauer für „Millionenerbschaftssteuer“Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) sprach sich hingegen für eine „Millionenerbschaftssteuer“ aus, die aber in dieser Legislaturperiode nicht kommen werde. Er plädierte für eine sachliche Diskussion.Das Argument, die Erbschaftssteuer sei eine Doppelbesteuerung, wollte er nicht gelten lassen. Schließlich sei auch die arbeitende Bevölkerung mit Mehrfachbesteuerung konfrontiert, wenn sie mit bereits versteuertem Einkommen beim Einkauf weitere Steuern zahlt. Es sei sachlich wenig stichhaltig, dass etwas, das im Alltag normal sei, für Erben nicht gelten soll, so der Finanzminister.Ablehnung von FPÖ, ÖVP und NEOSDeutliche Ablehnung kam von den übrigen Parteien. Es gehöre „zur DNA der Volkspartei“, sich gegen Erbschafts- und Vermögenssteuern auszusprechen, sagte Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP). Für diese Legislaturperiode sei die Einführung der Steuer ausgeschlossen. In der Regierung gebe es keine inhaltliche Auseinandersetzung darüber.Österreich sei bereits ein Hochsteuerland, begründete Hubert Fuchs das „klare Nein“ der FPÖ. Es sei „wichtig für das System in diesem Land, dass wir Vermögen langfristig aufbauen“, sprach sich auch Markus Hofer (NEOS) gegen eine neue Steuer aus.