„Druschba“-Pipeline: Brüssel widerspricht Orban

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25.02.2026 17.05Online seit heute, 17.05 UhrDie Ölversorgung in Ungarn und der Slowakei ist nach Einschätzung der EU-Kommission trotz Schäden an der „Druschba“-Erdölpipeline in der Ukraine nicht in Gefahr. Beide Länder hätten ausreichende Ölreserven, sagte eine Kommissionssprecherin heute.Die Sprecherin verwies auf alternative Lieferwege, etwa über eine Adria-Pipeline. Brüssel widersprach damit der Darstellung von Ungarns Regierungschef Viktor Orban.Pipeline nach russischen Angriffen stillgelegtDie „Druschba“-Pipeline leitet normalerweise russisches Öl durch ukrainisches Territorium nach Ungarn und in die Slowakei. Die Pipeline war nach ukrainischen Angaben bei Angriffen der russischen Armee Ende Jänner beschädigt und deshalb stillgelegt worden. Sowohl Ungarn als auch die Slowakei haben deshalb ihre Ölreserven angezapft.Orban warf unterdessen der Ukraine vor, eine Störung des Energiesystems seines Landes zu planen. Beweise für seine Anschuldigung legte er nicht vor. Zum Schutz kritischer Infrastruktur habe er den Einsatz der Armee angeordnet, teilte Orban mit.Fico: Ab Dienstag wieder ÖlDie Slowakei erwartet nach Angaben von Regierungschef Robert Fico, dass nächsten Dienstag wieder Öl durch die Pipeline fließt. Ficos Regierung hatte in den vergangenen Tagen jedoch bereits mehrfach die Wiedereröffnung angekündigt und dann wieder verschoben. Die Ukraine selbst hat bisher keine Angaben zur Reparatur der Pipeline gemacht.