26.02.2026 20.58Online seit heute, 20.58 UhrIn der Affäre um Epstein-Kontakte des früheren britischen Ministers und Ex-EU-Handelskommissars Peter Mandelson prüft nun auch die europäische Anti-Korruptionsbehörde OLAF mögliche Pflichtverstöße.„Angesichts der Umstände und der erheblichen Anzahl öffentlich zugänglich gemachter Dokumente“ habe die Europäische Kommission die EU-Behörde OLAF am 18. Februar gebeten, die Angelegenheit zu untersuchen, teilte ein Sprecher der Kommission in Brüssel auf Anfrage mit.Das OLAF-Pressebüro bestätigte die laufende Prüfung. Die Pressestelle der EU-Behörde stellte weiter klar, dass damit noch kein Ermittlungsverfahren eingeleitet sei. Es handle sich um eine Erstbewertung, bei der nach einem standardisierten Verfahren alle eingehenden Informationen von potenziellem Ermittlungsinteresse analysiert würden.Auch die EU-Kommission selbst prüft, ob es seitens Mandelson einen Verstoß gegen Verhaltenspflichten aus seiner früheren Rolle als EU-Kommissar gab, wie der Sprecher mitteilte. Mandelson war von 2004 bis 2008 Handelskommissar in Brüssel.„Die Mitglieder des Kollegiums unterliegen Verpflichtungen, die sich unmittelbar aus den Verträgen ergeben, sowie ethischen Verpflichtungen, die aus dem Verhaltenskodex (CoC) hervorgehen“, hieß es. Die Kommission untersuche Hinweise auf mögliche Pflichtverstöße und ergreife gegebenenfalls Maßnahmen. Weitere Details wolle die Kommission bis zum Abschluss der laufenden Prüfung nicht nennen.In Großbritannien wird nach den jüngsten Veröffentlichungen aus den Epstein-Akten des US-Justizministeriums gegen Mandelson ermittelt.