Streit um EU-Hilfen: Orban deutet Einlenken an

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26.02.2026 17.01Online seit heute, 17.01 UhrNach seiner Blockade neuer EU-Hilfen für die Ukraine im Streit über die beschädigte „Druschba“-Ölpipeline hat Ungarns Regierungschef Viktor Orban heute ein mögliches Einlenken angedeutet. Ungarn unterstütze die Entsendung einer Expertenkommission zur Inspektion der Pipeline in die Ukraine und werde „die Ergebnisse eines solchen Einsatzes anerkennen“, schrieb Orban in einem Brief an EU-Ratspräsidenten Antonio Costa.Durch die „Druschba“-Pipeline wird normalerweise russisches Öl durch ukrainisches Territorium nach Ungarn und in die Slowakei geleitet. Die Pipeline war nach ukrainischen Angaben bei Angriffen der russischen Armee beschädigt und deshalb stillgelegt worden. Sowohl Ungarn als auch die Slowakei haben deshalb ihre Ölreserven angezapft.Unter Verweis auf die unterbrochenen Öllieferungen blockiert Orban derzeit sowohl ein EU-Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro als auch ein neues Sanktionspaket gegen Russland. Beide hätten eigentlich vor dem vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine am Dienstag beschlossen werden sollen.Er sei sich „der Schwierigkeiten bewusst“, die durch die Verzögerung entstünden, schrieb Orban in seinem Brief an Costa. Der Vorschlag einer Expertenkommission ziele darauf ab, „eine rechtzeitige Lösung des Problems zu erleichtern“. Sowohl Ungarn als auch die Slowakei sollen demzufolge an dem Einsatz in der Ukraine beteiligt sein.EU-Diplomaten in Brüssel deuteten Orbans Brief als Hinweis auf ein mögliches Einlenken des ungarischen Regierungschefs. Das Schreiben klinge „nach dem Beginn eines Rückzugs“, sagte ein EU-Diplomat, fügte jedoch hinzu: „Bei Orban ist aber immer schwer vorherzusagen, was er tut.“