Nach Geheimtreffen mit US-Geheimdienstlern: Tim Cook in tiefer Sorge wegen möglicher Taiwankrise

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Die Sorge vor einer möglichen Taiwankrise ließ Apple-CEO Tim Cook geraume Zeit nicht mehr ruhig schlafen.In Taiwan sitzt der Halbleiterfertiger TSMC, von dem Apple die so wichtigen Chips für iPhone und Mac bezieht.Offenbar versuchten Vertreter der US-Regierung, bei Apple und anderen Tech-Unternehmen wie NVIDIA gezielt Ängste vor möglichen Lieferausfällen zu schüren.Apple Chef Tim Cook hat nach einem vertraulichen Geheimdienst Briefing zur Lage rund um Taiwan nach eigenen Angaben für eine Weile nicht sehr gut geschlafen. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.Im Zentrum der Besprechung stand die sicherheitspolitische Entwicklung rund um Taiwan, dem Sitz des weltgrößten Auftragsfertigers für Halbleiter TSMC, einem zentralen Chip Zulieferer für Apple. US Geheimdienste warnen seit Jahren vor einer möglichen militärischen Eskalation durch China. In dem Briefing sei demnach auch das Szenario eines möglichen Vorgehens bis 2027 thematisiert worden.China betrachtet Taiwan als Teil seines Staatsgebiets und hat in der Vergangenheit wiederholt Militärübungen durchgeführt, die unter anderem eine vollständige Blockade der Insel simulierten. Diese Aktivitäten haben international die Sorge vor einer möglichen Invasion verstärkt.Geheime Besprechung lag Applechef schwer im MagenDas vertrauliche Briefing fand laut Bericht im Juli 2023 in einem gesicherten Raum im Silicon Valley statt. Neben Tim Cook nahmen auch Jensen Huang von Nvidia sowie Lisa Su von Advanced Micro Devices teil. Qualcomm Chef Cristiano Amon war per Video zugeschaltet. Auf Seiten der US Regierung nahmen CIA Direktor William J. Burns sowie die Direktorin der nationalen Nachrichtendienste, Avril Haines an der Unterredung Teil.Hintergrund der Initiative war offenbar der Versuch der US Regierung, große Technologiekonzerne zu einer stärkeren Diversifizierung ihrer Lieferketten zu bewegen. Konkret soll es darum gegangen sein, Apple stärker zur Beschaffung von Chips aus den USA und Südkorea zu bewegen, statt weiterhin primär auf TSMC in Taiwan zu setzen.Nach dem Briefing habe Cook gegenüber Regierungsvertretern erklärt, er schlafe seither mit einem Auge offen. – was wenig verwundert.Apple ohne TSMC in ernsten SchwierigkeitenTSMC ist seit Jahren Apples exklusiver Fertiger für die Hochleistungschips in iPhones, iPads und Mac – nicht grundlos: Die Taiwaner sind Weltspitze bei der Halbleiterminiaturisierung. Kein anderer Chipfertiger bringt es auf ein vergleichbares Tempo bei der Entwicklung noch kleinerer Strukturbreiten und leistet zugleich eine Optimierung bestehender Fertigungsprozesse in Hinblick auf Energieeffizienz und Performance, wie die Taiwaner.Die herausragende Stellung seiner Produkte am Markt verdankt Apple zu nicht geringen Teilen der Innovationen und fortgesetzten Lieferfähigkeit von TSMC. Würden dessen Chips, etwa durch ein militärisches Abenteuer der Chinesen, nicht länger für neue iPhone-Generationen zur Verfügung stehen, wären die Folgen für Apple nur schwer kalkulierbar.Der Beitrag Nach Geheimtreffen mit US-Geheimdienstlern: Tim Cook in tiefer Sorge wegen möglicher Taiwankrise erschien zuerst auf Apfelpage.