DNA-Massentest in französischem Dorf Le Vernet

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28.02.2026 12.35Online seit heute, 12.35 UhrLe Vernet zählt etwas mehr als 100 Einwohnerinnen und Einwohner – und fast alle sollen Speichelproben abgeben. Nach dem Tod des zweijährigen Emile im Sommer 2023 wurde nun in dem südfranzösischen Alpendorf ein DNA-Massentest gestartet.Die Aktion soll sich über die nächsten Wochen erstrecken, berichteten Medien heute unter Berufung auf Ermittlerkreise. Betroffen sind Einwohner des Alpen-Weilers sowie Urlauber und Spaziergänger, die sich am Tag des Verschwindens des Kindes dort aufhielten, berichtete der Radiosender France Info.Schädel ein Jahr nach Verschwinden entdecktEmile war am 8. Juli 2023 verschwunden. Rund neun Monate später fand eine Spaziergängerin den Schädel des Kindes in einem Wald etwa zwei Kilometer vom Dorf entfernt. Untersuchungen ergaben, dass das Kind ein schweres Gesichtstrauma erlitten hatte.Ermittler entdeckten in dem Gebiet auch Kleidungsstücke des Kindes. Die nun gesammelten Speichelproben sollen mit genetischen Spuren verglichen werden, die auf einem Schuh des verschwundenen Buben gefunden wurden. Die Familie von Emile ist von der Testaktion ausgenommen, da ihre DNA bereits zu Beginn der Ermittlungen erfasst wurde.Ermittlungen wegen vorsätzlicher TötungDie Behörden gehen davon aus, dass der Fundort nicht der Tatort ist und die Überreste von dort wegtransportiert wurden. Seitdem laufen Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tötung und unerlaubter Wegnahme der Leiche. In den Wochen nach dem Verschwinden hatte die Polizei die Umgebung großräumig abgesucht, unter anderem mit Leichenspürhunden.