Massengräber nach Rebellenabzug in DR Kongo entdeckt

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27.02.2026 21.20Online seit heute, 21.20 UhrIn der Stadt Uvira im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind nach dem Abzug der Rebellengruppe AFC/M23 zwei Massengräber mit insgesamt mindestens 172 Leichen gefunden worden. Dies teilte der von der Regierung in Kinshasa eingesetzte Gouverneur der Provinz Süd-Kivu, Jean-Jacques Purusi, heute mit. Die Gräber in den Stadtteilen Kilomoni und Kavimvira enthielten demnach 31 beziehungsweise 141 Leichen.Die Rebellen hatten Uvira, einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt am Tanganjikasee nahe der Grenze zu Burundi, im Dezember kurzzeitig eingenommen. Sie zogen sich nach einer Woche auf Druck der USA zurück.Die AFC/M23 wies eine Verantwortung für die Taten zurück. Ein Sprecher der Gruppe, Lawrence Kanyuka, sagte, er habe während der Zeit der Gruppe in Uvira nichts von Massengräbern gewusst. Er warf der Regierung vor, Propaganda zu verbreiten, um den Ruf der Rebellen zu schädigen.Ein lokaler Menschenrechtsaktivist, Mashauri Mwindule, sagte, dass auch in Kabimba, einem acht Kilometer von Uvira entfernten Dorf, weitere Gräber gefunden worden seien. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hatte bereits im Dezember berichtet, dass Kämpfer der M23 in Uvira standrechtliche Hinrichtungen vorgenommen hätten.Die M23 hatte damals nicht auf die Vorwürfe reagiert, die Organisation jedoch bereits früher einer „Desinformationskampagne“ bezichtigt. HRW zufolge haben jedoch auch die kongolesische Armee und verbündete Milizen Menschenrechtsverletzungen begangen.