27. Februar 2026Bundeskanzler Friedrich Merz hat Deutschlands wichtigstem Handelspartner China einen mehrtägigen Besuch abgestattet und erklärt, sowohl die diplomatischen als auch wirtschaftlichen Beziehungen vertiefen zu wollen. Nach einem Treffen mit Staatspräsident Xi Jinping unterzeichnete Merz mit Regierungschef Li Qiang mehrere Abkommen, die eine engere Kooperation, unter anderem beim Klimawandel und der Bekämpfung von Tierseuchen, sichern sollen.Alle Zitate öffnen/schließen taz, die tageszeitung (DE) / 26. Februar 2026taz, die tageszeitungLand des MediumsDeutschlandSprache des MediumsDeutschArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisemehrmals wöchentlichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtunglinksAuflage46.871 (2022)Visits10.000.000 – 20.000.000Herausgeber/Verlagdie tageszeitung Verlagsgenossenschaft eGOnline-BezahlmodellAlle Inhalte kostenfreiZwei große Volkswirtschaften suchen GemeinsamkeitenGemessen an der niedrigen Erwartungshaltung hat Merz einiges herausgeholt, findet die taz:„[E]inen Deal über 120 Airbus-Flugzeuge, die die Chinesen kaufen möchten. Oder dass beide Seiten regelmäßige Regierungskonsultationen aufnehmen. Es scheint, dass sich ein neuer Normalzustand zwischen der zweit- und drittgrößten Volkswirtschaft einpendelt. Dass bei zentralen Konflikten ein Entgegenkommen möglich ist, war von vorneherein unrealistisch.“Fabian Kretschmer Zum Originalartikel Handelsblatt (DE) / 26. Februar 2026HandelsblattLand des MediumsDeutschlandSprache des MediumsDeutschArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisemehrmals wöchentlichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungwirtschaftsliberalAuflage148.943 (2022)Visits20.000.000 – 30.000.000Herausgeber/VerlagHandelsblatt GmbH / Handelsblatt Media Group GmbH & Co. KG / Dieter von Holtzbrinck Medien GmbHOnline-BezahlmodellAlle Inhalte kostenpflichtigDie Handelspolitik europäisierenWirtschaftspolitik sollte auf europäischer Ebene stattfinden, rät das Handelsblatt:„Die Chinesen spielen auf Zeit – Zeit, die Deutschland nicht hat. Die Deindustrialisierung ist jetzt. Die Antwort darauf lautet: Europa. Die Chinesen sind auf die Kaufkraft der 450 Millionen Europäer angewiesen. Wer sonst soll ihre Produkte aufnehmen? Amerika schottet sich ab, auch Länder wie die Türkei und Brasilien suchen Zuflucht hinter Zollbarrieren. ... Konsultationen mit der chinesischen Regierung können Sinn ergeben, aber nicht mit einzelnen EU-Ländern. Die Bilateralisierung der Beziehungen ist eine Falle, in die Berlin nicht tappen sollte. Alle wichtigen handelspolitischen Entscheidungen werden in Brüssel getroffen. Wenn Merz von Merkels Fehlern lernen will, muss er die Chinapolitik europäisieren.“Moritz Koch Zum Originalartikel Iswestija (RU) / 26. Februar 2026IswestijaLand des MediumsRusslandSprache des MediumsRussischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisemehrmals wöchentlichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungregierungsnahAuflage83,500Visits20.000.000 – 30.000.000Herausgeber/VerlagOOO MIZ IzvestiaOnline-BezahlmodellAlle Inhalte kostenfreiImmer mehr chinesische Produkte für den deutschen MarktIswestija erklärt, wo das 2025 auf rund 90 Milliarden Euro gewachsene deutsche Handelsdefizit mit China herkommt:„Angesichts des aggressiven Handelsprotektionismus der USA gegenüber Importen aus China hat man dort begonnen, diese auf alternative Märkte umzuleiten, insbesondere auf den deutschen. Als Folge wachsen die chinesischen Exporte nach Deutschland schneller als deutsche Lieferungen nach China. ... Deutschland hat seine Exportstärken auf dem chinesischen Markt generell eingebüßt. Dies lässt sich zum einen dadurch erklären, dass aufgrund der Abschwächung der Binnennachfrage die Nachfrage nach Importen zurückging, und zum anderen dadurch, dass die Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Produkte (darunter Hightech-Produkte) zunimmt, was zu einer Verringerung der Abhängigkeit Chinas von Importen solcher Waren führt.“Wladimir Strojew Zum Originalartikel Wiktor Schlintschak (UA) / 26. Februar 2026Wiktor SchlintschakLand des MediumsUkraineSprache des MediumsUkrainischErscheinungsweiseregelmäßig aktualisiertWeltpolitische AmbitionenChina will seine Rolle in der internationalen Politik verstärken, analysiert Politologe Wiktor Schlintschak auf Facebook:„Beim Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz legen die Chinesen vorsichtig ihre Vorstellungen von einem Rahmen für [die Beilegung] des russisch-ukrainischen Krieges dar. Statt der amerikanischen Moderation der Verhandlungen schlagen sie eine chinesische vor – unter Beteiligung Europas. Zugleich machen sie ein sicherheitspolitisches Angebot: China sei bereit, als Garant für die EU aufzutreten. Dabei sollen Sicherheitsgarantien mit Handelsabkommen verknüpft werden. Erneut bekräftigen sie die eigentümliche Formel von der Souveränität der Ukraine bei gleichzeitiger vorübergehender Abtretung ihrer Gebiete. … Natürlich ist das ein Versuch, die USA aus der europäischen Sicherheitsarchitektur zu verdrängen.“Wiktor Schlintschak Zum Originalartikel