27.02.2026 10.38Online seit heute, 10.38 UhrDie Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat in der Causa Casinos Anklage erhoben. Heute wurde ein entsprechender Strafantrag zugestellt, berichteten die Behörde und der Glücksspielkonzern Novomatic.Die WKStA berichtete über die Anklage gegen Ex-FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache wegen Vorteilsannahme zur Beeinflussung und gegen zwei Verantwortliche des Glücksspielkonzerns Novomatic wegen Vorteilszuwendung zur Beeinflussung. Gegen die Novomatic gebe es zudem einen Antrag auf Geldbuße nach dem Verbandsverantwortlichkeitsgesetz.Konkret geht es um die Bestellung des FPÖ-nahen Managers Peter Sidlo zum Vorstand der Casinos Austria AG (CASAG). Die WKStA hatte die Ermittlungen ursprünglich schon eingestellt, auf Weisung der Oberstaatsanwaltschaft Wien aber wieder aufgenommen.Mutmaßlicher Deal im FokusIn der Causa rund um die teilstaatliche CASAG geht es um einen vermuteten Deal innerhalb der Regierung von ÖVP und FPÖ im Glücksspielbereich. Ermittelt wurde nach einer anonymen Anzeige seit Juni 2019. Der Vorwurf: Es soll eine ÖVP-FPÖ-Vereinbarung gegeben haben, den der FPÖ nahestehenden Sidlo auf einem Ticket von CASAG-Miteigentümer Novomatic in den CASAG-Vorstand zu entsenden, obwohl er für diesen Posten nur wenig qualifiziert gewesen sein soll.Im Gegenzug soll die FPÖ u. a. Entgegenkommen bei etwaigen Gesetzesänderungen beim kleinen Glücksspiel nach der Wiener Wahl signalisiert haben.Für Novomatic „nicht nachvollziehbar“Für die Novomatic ist es in einer ersten Reaktion „nicht nachvollziehbar, auf Basis welcher neuen Erkenntnisse nun ein Strafantrag eingebracht wurde“. Weder hätten zusätzliche Einvernahmen stattgefunden, noch gebe es neue Beweismittel, die diese Entscheidung erklären würden, hieß es in der Aussendung.