Pläne zu Lateinunterricht: Lehrplangruppe tritt zurück

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27.02.2026 10.42Online seit heute, 10.42 UhrDie vom Bildungsministerium eingesetzte sechsköpfige Lehrplangruppe für Latein tritt geschlossen von ihrem Auftrag zurück. Grund seien „grundlegende Auffassungsunterschiede mit dem Ministerium hinsichtlich der Ausarbeitung des neuen Lehrplans“, hieß es heute in einer Aussendung.Die Gruppe hätte bis Ende April einen fertigen Lehrplan für die geplante Reduktion von zwölf auf acht Wochenstunden in der Oberstufe vorlegen sollen.Latein und künstliche IntelligenzNach den Vorstellungen von Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) soll in der AHS-Oberstufe der Informatikunterricht ausgeweitet und um das Thema künstliche Intelligenz ergänzt werden. Außerdem will Wiederkehr den Gegenstand „Medien und Demokratie“ einführen.Im Gegenzug sollen je nach Schultyp Lateinstunden bzw. Stunden für die zweite lebende Fremdsprache gekürzt werden. Im Falle von Kürzungen muss der Lehrplan adaptiert werden – mit dieser Aufgabe war die Lehrplangruppe betraut.Europäische Vergleichbarkeit gefährdetAus Sicht der Lateinexperten „gefährdet die faktische Reduktion des Faches in der gymnasialen Oberstufe die europäische Vergleichbarkeit sowie die Reputation Österreichs als Bildungsstandort“. Latein drohe damit seine Stellung als zentrales Bildungsfach zu verlieren.